Biografie


Maruta Staravoitava ist in Minsk geboren und lebt momentan in Köln. Ihre musikalische Palette reicht von der Barockmusik bis zu zeitgenössischen Kompositionen, letzteres vor allem in direkter Zusammenarbeit mit den jeweiligen Komponisten. Sie ist Mitglied der Ensembles „Inverspace“ (Schweiz) und „EXPERIMENTAL“ (Deutschland).

Außerdem spielt sie in verschiedenen Formationen, wie z. B.  Ensemble Contrechamps in Genf, Ensemble Musikfabrik und Ensemble Garage in Köln, Ensemble Contempoarte in Florenz oder auch dem Orchester Santa Cecilia in Rom. Sie arbeitete auch mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Antonio Pappano, Beat Furrer und Jonathan Nott.

Im Jahre 2010 ist sie Mitglied der Lucerne Festival Academy und spielt unter anderem Schönbergs Pierrot lunaire unter der Leitung von Pierre Boulez. 2016 wirkt sie als Solistin an der Oper Prometeo von Luigi Nono unter den Dirigenten Clemens Heil und Matilda Hoffmann mit.

Maruta tritt auch als Solistin und Kammermusikerin bei verschiedenen Festivals auf, unter anderem bei Wien Modern, Warschauer Herbst, Lucerne Festival, Davos Festival, Maggio Musicale Fiorentino, Borealis-Festival, Tage der Neuen Musik Graz und der Salzburger Biennale sowie im Rahmen der Konzertsaison junger Musiker im Londoner Royal Opera House Covent-Garden.

 

Obwohl Interpretin, hat Maruta Staravoitava bereits auch die Workshops für Flötisten und Komponisten an der Universität der Künste in Minsk (Weißrußland), an der Universität für Musik in Manila (Philippinen), am Zentrum für elektroakustische Musik von Moskau (Rußland) und an der „Escola de Musica e Belas Artes do Parana“ (Brasilien) betreut.

Maruta Staravoitavas Konzerte wurden vom Polnischen Radio, vom Süd-Westdeutschen Rundfunk und dem Bayrischen Rundfunk aufgenommen. Sie nahm an der CD-Aufnahme „Folksong“ (2014) mit dem Ensemble „EXPERIMENTAL“ und Experimentalstudio des „SWR“ teil sowie an der Aufnahme „Lo spazio apparente“ (2013) mit dem Komponisten Maurilio Cacciatore und „Fremde Zeit addendum“ mit dem Ensemble „MOCKBA“.

 

Maruta begann im Alter von sieben Jahren am Nationalen Lyzeum der Künste in Minsk Flöte zu spielen und zwar in der Klasse von Svetlana Sitnikova.

Mit 17 Jahren wurde sie in die Klasse von Mario Caroli am Nationalen Konservatorium von Straßburg aufgenommen, wo sie ihr Abschlusszeugnis mit Auszeichnung erwarb.

Danach setzte sie ihre Studien bei Felix Renggli an der Hochschule für Musik in Basel fort und vollendete zugleich ihre Ausbildung in Alter Musik an der „Scola Cantorum Basiliensis“ mit Marc Hantai.

Ihr Interesse an den verschiedensten künstlerischen Ausdrucksformen führte sie schließlich an die Hochschule der Künste in Bern, wo sie den Masterabschluss im Fach „Téâtre Musical“ bei Françoise Rivalland erwarb.

Während ihrer Studien wurde sie von der Stiftung „Nicati de Luze“ in Lausanne unterstützt, erhielt den Sonderpreis der Severino Gazzelloni Stiftung in Florenz für ihre Interpretation des Stückes „Donax“ des italienischen Komponisten Ivan Fedele sowie einstimmig den ersten Preis des Wettbewerbs der UFAM, den dritten Preis des Wettbewerbs „Parnasse 2007“ in Paris und den zweiten Preis des Wettbewerbs „Eugen Coca“ in Chisnau.